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Darf ich in Gaststätten bzw. Restaurants elektronisch Rauchen? In Köln aktuell nicht mehr.

Die elektronischen Zigaretten boomen im Moment überall auf der Welt. Abgesehen davon das sie wesentlich gesünder sind als die normalen Zigaretten haben sie noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Sie dürfen prinzipiell überall Geraucht werden. Auch in Bereichen die unter das Nichtraucherschutzgesetz fallen. Dazu zählen zum Beispiel Gaststätten, Züge und Bahnhöfe, Flugzeugen und andere Bereiche aus denen Raucher verbannt worden.

Dazu muss man natürlich sagen das der Inhaber bzw. Betreiber immer das Hausrecht hat. Untersagt ein Restaurantbesitzer das benutzen der elektronischen Zigarette, dann muss man dem natürlich folgen.

Doch jetzt legt sich die erste Stadt mit den E-Rauchern an. Der Stadtdirektor Guido Kahlen hat ein einer Pressemitteilung darauf hingewiesen das auch elektronische Zigaretten in Gaststätten nicht erlaubt sind und in NRW unter das Nichtraucherschutzgesetz fallen.

Als Begründung wird angegeben das dass Nichtraucherschutzgesetz zum Ziel hat vor Gesundheitsgefahren zu schützen und nach dem derzeitigen Erkenntnisstand die elektronischen Zigaretten gesundheitlich nicht unbedenklich sind.

Wir finden das dies Schwachsinn ist. Bei normalen Zigaretten entstehen zig Schadstoffe, die auch im Rauch enthalten sind. Es ist offensichtlich das diese auch umstehende Personen gesundheitlich Schädigen können. Bei elektronischen Zigaretten ist dies jedoch anders. Der einzige Schadstoff der noch im Dampf enthalten ist, sind winzige Rückstände von Nikotin und evtl. Aromastoffe.
Wenn man die elektronische Zigarette jetzt auch aus den Kneipen und Gaststätten verbannen will… dann doch bitte auch den Alkohol. Und das ekelige Parfüm von der Dame am Nebentisch, die anscheinend die halbe Flasche über sich entleert hat. Und wo wir schon dabei sind, hat schon mal jemand geprüft wie Gesundheitsschädlich Parfüm beim Einatmen ist? Ich wette bei manchen Parfüms um einiges mehr als die Aromastoffe im E-Zigaretten Dampf.

Was meint ihr dazu? Ist das Blödsinn oder findet ihr das gut, das auch die E-Zigarette unter das Nichtraucherschutzgesetz fällt?

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Elektrische Zigarette kaufen

3 Kommentare to Darf ich in Gaststätten bzw. Restaurants elektronisch Rauchen? In Köln aktuell nicht mehr.

  1. Dampfer sagt:

    Es ist ja schon grundsätzlich so das E-Zigaretten nur Dampf und Arome ausstossen, so dass die Umwelt nicht wirklich belastet wird. Aber wir müssen auch verständnis haben für die Umwelt. Oft ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, ob es sich um eine E-Zigarette handelt oder um eine Pyro-Zigarette. Darum ist bisher auch in allen Airlines (ausser Easy-Jet) das Dampfen von E-Zigaretten verboten. Ich selbst habe allerdings schon erfolgreich an vielen Orten mit Rauchverbot meine E-Zigi gedampft. Es geht schon wenn man freundlich ist und sich darauf einlässt, gefragt und angesprochen zu werden.

    cheers

  2. Hallo Dampfer,

    danke für deinen Kommentar.

    Natürlich hat ein Eigentümer immer Hausrecht. Dabei ist es egal ob es egal ob es eine Fluggesellschaft oder ein Restaurantbesitzer ist. Wenn der Eigentümer sagt “Hier dürfen auch elektronische Zigaretten nicht geraucht werden, dann muss man sich daran halten.”.
    Doch Prinzipell dürfen die elektronischen Zigaretten erst einmal überall benutzt werden (wo es der Eigentümer nicht verbietet).

  3. Bodo sagt:

    Zu dem Rauchverbot der E-Zigaretten in Kölner Gaststätten, welches von dem Stadtdirektor von Köln, Herrn Guido Kahlen vorgegeben wurde:
    Was ich hierbei nicht verstehe, ist, dass der Stadtdiretor Guido Kahlen, der das Verbot kundt getan hat, Jurist ist – und Juristen halten sich normalerweise strikt an Gesetzestexte.
    Nur wird die Vorgehensweise von Herrn Kahlen zweifelsfrei nicht durch das Gesetz gestützt:
    Das Nichtraucherschutzgesetz NRW sagt eindeutig in § 4.1 (Nichtraucherschutz in Gaststätten): „In Gaststätten gilt Rauchverbot.“ und der gesamte § 3 bezieht sich auf das Rauchverbot.
    § 6 (Ordnungswidrigkeiten) sagt in Punkt 1: „Mit Geldbuße kann belegt werden, wer entgegen einem Rauchverbot nach § 3 oder § 4 raucht.“
    Die Begründung, die Herr Kahlen nun für seinen Schritt angibt, findet sich in dem Gesetz jedoch nicht!
    Schaut man sich nun die offizielle Definition von Rauchen an, liest man folgendes:
    „Rauchen ist definiert als bewusstes Einatmen von Rauch verbrennender Pflanzenteile bis in die Mundhöhle oder bis in die tieferen Atemwege und Lunge.(Gesundheitsberichterstattung des Bundes)“
    Das trifft auf die E-Zigarette nachweislich nicht zu.
    Die Aussage und Vorgehensweise von Herrn Kahlen geht also über das Gesetz hinaus und hat insofern keine gesetzliche Grundlage.
    Mich würde einmal das erste Urteil interessieren, wenn die Stadt Köln das wirklich so durchzieht wie angekündigt – und die erste Person es dann auf einen Prozess ankommen lässt.
    Ich gehe davon aus, dass die Stadt Köln – ohne eine Änderung des Nichtrauchergesetzes NRW – dieses Verfahren verlieren dürfte.
    Was ich auf der anderen Seite jedoch auch nicht verstehe, ist, warum die Produzenten der E-Zigaretten kein offizielles Gutachten anstrengen, um nachzuweisen, woraus der Dampf einer E-Zigarette besteht – nämlich aus Wasserdampf.
    Und der ist für den unbeteiligten Dritten, der ja durch das Nichtraucherschutzgesetz geschützt werden soll, eben nicht gefährlich.

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