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E-Zigaretten in Kneipen – ein schwieriges Terrain

Wer in den letzten Tagen die Zeitung aufmerksam gelesen hat, der konnte auch über das Kneipensterben in Deutschland lesen. Immer mehr kleine gemütliche Kneipen müssen ihre Pforten schließen, weil die Gäste ausbleiben. Seit 2001 hat jede vierte Kneipe zwischen Hamburg und München dichtgemacht und von den einst 48.000 Kneipen und Bistros in Deutschland sind nur noch knapp 36.000 übrig geblieben. Die Ursachen für das langsame, aber sichere Sterben der deutschen Kneipen sind vielschichtig, aber einer der Gründe ist das Rauchverbot. Im größten deutschen Bundesland, in Nordrhein Westfalen, ist nicht nur das Rauchen von Tabakzigaretten verboten, auch E-Zigaretten dürfen in den Kneipen nicht gedampft werden.

Viele Menschen haben nicht nur die Atmosphäre in der Kneipe um die Ecke geschätzt, sondern auch das Gespräch an der Theke, bei einem frisch gezapften Bier und auch einer Zigarette. Die Zeiten sind vorbei, denn geraucht werden darf in Kneipen schon lange nicht mehr. Viele trinken ihr Bierchen daher lieber in einem Vereinsheim, die vielerorts schon die besseren Kneipen sind und die ohne behördliche Auflagen auskommen. Hier kann man nicht nur in Ruhe trinken, sondern auch rauchen und das gilt sowohl für die „normale“ Zigarette als auch für die E-Zigarette. Die meisten Kneipenwirte nennen das Wettbewerbsverzerrung, haben aber Angst vor den Kontrollen des Ordnungsamts und verbieten ihren Gästen das Rauchen wie auch das Dampfen. Beides ist gleich teuer, wenn es um das Bußgeld geht, das die Herren vom allgegenwärtigen Ordnungsamt verteilen. Warum aber das Rauchen von E-Zigaretten in Kneipen, Restaurants und auch in Cafés verboten ist, das weiß leider niemand so recht zu sagen.

Nachweislich ist der Dampf, der aus einer E-Zigarette steigt, für die Menschen in der unmittelbaren Umgebung nicht schädlich und er stellt auch keine Belästigung dar. Die Wirte müssen keine Aschenbecher auf die Tische stellen und auch nicht alle paar Jahre renovieren, weil die Wände und Tapeten vergilbt sind. Es muss noch nicht einmal gelüftet werden und trotzdem bleibt es beim strikten Verbot, E-Zigaretten in Kneipen zu dampfen. Wenn man bedenkt, dass es zum Beispiel in 500 von insgesamt 2200 Gemeinden in Bayern keine Kneipen mehr gibt, dann sollte man sich die Frage stellen, ob dabei nicht auch ein wichtiges Stück Kulturgut vernichtet wird und das gilt im Besonderen für die traditionellen bayrischen Wirtshäuser.

Sicher kann man sowohl zum Dampfen als auch zum Rauchen vor die Tür gehen und vielleicht dabei sein Glas Bier auch mitnehmen. Es sei denn, man wohnt in Niedersachsen, denn dort ist das Rauchen in Kneipen, aber auch das Trinken von Alkohol auf der Straße verboten. Wer möchte, der kann sich ins Fenster der Kneipe setzen, nach draußen qualmen und nach innen trinken.

Quelle: http://www.stern.de
Bild: Gisela Peter / pixelio.de

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